Dienstag, 10. Juni 2008

Merkel und die Pressefragen

Aus einem fiktiven Interview auf "nullzwoelf.com" zwischen Ihro Majestät, der Kaiserin der Deutschen (Templins bekanntester Datschenbesitzerin) und Dieter Zauner (Dieter Abstrus):

Pressechef:
Da bin ich anderer Meinung. Also, Frage 1 geht schon mal überhaupt nicht. Sie können doch eine deutsche Bundeskanzlerin nicht nach ihrer Ehe fragen, noch dazu eine Scheinehe andeuten. Das ist privat und hat hier nichts zu suchen.
Aber sonst dürfen sie alles fragen, wirklich alles.

Dieter Abstrus:
Na gut, dann stelle ich gleich die Frage 2, besteht ein Zusammenhang mit ihrem Verständnis für die russische Politik und ihrer Vergangenheit in der DDR?

Pressechef:
Nein, das streichen wir. Sie können doch eine deutsche Bundeskanzlerin nicht mit solch unhaltbaren Unterstellungen konfrontieren. Die Frage muss raus. Aber sonst dürfen sie alles, wirklich alles fragen.

Dieter Abstrus:
Frage 3 ist aber wirklich aktuell. Es gibt da ein Foto, wo sie dem Honni einen Blumenstraus überreichten. Sind sie von ihm überzeugt gewesen? Waren sie eine Anhängerin seiner Politik?

Pressechef:
Diese Frage ist unzulässig. Sie können eine deutsche Bundeskanzlerin nicht mit langweiligen Dingen aus der Vergangenheit belästigen. Ausserdem ist die Fragestellung ohnehin falsch, denn Frau Merkel wollte damit ein Zeichen für mehr Menschlichkeit in der DDR setzen, Blumen statt Stacheldraht war schon damals ihre Devise.
Aber abgesehen davon dürfen sie alles, wirklich alles fragen.

Dieter Abstrus:
Frage 4 ist aber wichtig, aktuell und basiert auf sorgfältigen Recherchen. Frau Merkel, so sage ich dann mal zu ihr, es halten sich hartnäckig Gerüchte über eine Stasi-Vergangenheit. So sollen sie, ich sage das unter allem Vorbehalt, bei der Observation des Prof. Habermann gesehen worden sein, wie sie um sein Haus gingen.

Pressechef:
Eine unakzeptable Frage, da sie nur auf Gerüchten basiert. Damit können sie einer deutschen Bundeskanzlerin nicht kommen. Ausserdem ist der Sachverhalt völlig anders. Nebenan war ein Geschäft, HO-Feinkost, da wollte Frau Merkel zum einkaufen gehen. Die Regenbogenpresse hat das nur aufgebauscht. Frage gestrichen.
Aber sonst können sie alles, wirklich alles fragen.

Dieter Abstrus:
Frage 5 also. Ok, wie stehen sie zu der weiteren Entsendung von deutschen Soldaten nach Afghanistan, es sollen ja Truppenverstärkungen geplant sein.

Pressechef:
Solch eine Frage muss ich verbieten. Sie dringen hier in geheime Planungen vor, von denen nicht einmal eine deutsche Bundeskanzlerin alles weiß. Ziehen sie die Frage zurück.
Aber sonst dürfen sie alles, wirklich alles fragen.

Dieter Abstrus:
Kommen wir zur 6…

Pressechef:
Sie wollen eine deutsche Bundeskanzlerin mit Sex konfrontieren, streichen sie diese Frage.
Aber sonst dürfen sie alles, wirklich alles fragen.

Dieter Abstrus:
Frage 7, auf ihren Reisen haben sie immer einen Geldkoffer dabei, so als kleine Nothilfe für die Gastländer. Können sie selbst bestimmen in welchem Umfang sie dort Geld hinterlassen oder wird das vorher abgestimmt?

Pressechef:

Sie degradieren eine deutsche Bundeskanzlerin zum Geldverteiler herab, ohne Würdigung der Umstände und guten Absichten. Diese Frage muss weg. Aber sonst dürfen sie alles, wirklich alles fragen.

Weiß Gott, so kommt es einem vor, wenn man das Getue um die Kanzleuse aus dem Osten mit der FDJ-Vergangenheit beobachtet. Politbüro läßt grüßen.

Putzig. Der Wiefelspütz.

Dr. Dieter Wiefelspütz Antwort auf die Frage eines Bürgers. (Auf "Abgeordnetenwatch.de"). Frage: (16.05.2008)

„Entspricht es Ihrem Demokratieverständnis, dass ein Volksvertreter in einer repräsentativen Demokratie neben seinem Gewissen auch dem Willen seiner Wähler verpflichtet ist, deren Willens-Essenz er auch zur Grundlage seiner parlamentarischen Entscheidungen macht? Wenn ja, woher nehmen Sie die Gewissheit, dass die Mehrheit Ihrer Wähler den Lissabon-Vertrag in seinen möglichen Auswirkungen wirklich erleben will?

Antwort: (17.05.2008)
… „Wir leben in einer repräsentativen parlamentarischen Demokratie. Für mein Verhalten als Mitglied des Deutschen Bundestages ist allein Artikel 38 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes entscheidend. Dort heißt es: "Sie (die Abgeordneten des Deutschen Bundestages) sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen." Das ist keineswegs eine Formalität, sondern eine klare, eindeutige und unmissverständliche Norm. Als ich dem Vertrag von Lissabon zugestimmt habe, habe ich exakt auf der Grundlage von Artikel 38 Abs. 1 Satz 2 GG entschieden, nämlich an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur meinem Gewissen unterworfen.


Quelle:
https://www.abgeordnetenwatch.de/dr_dieter_wiefelspuetz-650-5785--f111521.html#frage111521

Pützlilein. Du hast sowas wie ein Gewissen? Denk noch mal nach. Du packst das schon. So dumm bist Du ja nun auch wieder nicht ....

Kostenlose Luft

Das jahrelange Tauziehen ist zu Ende: In einem Verhandlungsmarathon haben sich die Arbeitsminister der EU auf einheitliche Regeln für Arbeitszeit und Leiharbeit verständigt. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit wurde auf 48 Stunden festgelegt.

Na, da gibts dann noch oben doch reichlich Luft. 40 Stunden bezahlen, 48 Stunden arbeiten lassen...

Düsenkauderwelsch

momentum.move orchestriert und inszeniert identitätsstiftende Gruppenerlebnisse jenseits herkömmlicher Events. Basierend auf der Erfahrung internationaler, multimedialer Theater-Großinszenierungen gibt momentum.move Ihren Werten Gestalt – sinnlich berührend und nachhaltig prägend.

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Die aktionstheatralische Integration sämtlicher dramaturgischen, technischen und medialen Möglichkeiten erweckt Ihre unternehmerischen Visionen in einer Weise zu ausdrucksstarken lebenden Bildern, wie dies Worte, Business-Präsentationen oder standardisierte Events niemals vermögen.


Diesen Text hat ein etwas bekannterer Texter geschrieben. Ob er ihn selbst versteht?
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